Baufieber (39,5 Grad) (04.08.2011)


Am vergangenen Samstag hat Team B den ersten Randbogen an Tragfläche 3 final und bombenfest montiert. Sieht soweit gut aus, fast hätten wir noch den zweiten Randbogen geschafft. Schade, und ein Glück - dann hätten wir nämlich beide wieder 'abonkeln' müssen.

Es war wie immer. QS kommt rein, hält Vorträge über alles Mögliche. Dann ein kleiner unerwarteter Schlenker in der geschliffenen Rede "Da fehlt ne Rippe!" und weiter im Text. Ein Nackenschlag, nur weniger stark ausgeholt als sonst.

Ich mag Nieten Ausbohren nicht und breche erstmal einen Bohrer ab. Axel, QS, reicht mit einem Lächeln Ersatz herüber, und so weiter...

Inzwischen sitzt der zweimal montierte Randbogen mit der nachträglich eingefügten Rippe wieder in seiner Position.

Und dann stößt Kölle zu uns. Team B ist komplett ;-)


Team A hat in der Tat schon richtig Zeit, Arbeit und Nerven in die Verheiratung der Tragflächen 1 und 2 mit Rumpf 1 investiert.

Die beiden Tragflächen sind bereits über die äußeren Stiele miteinander verbunden, der vordere Teil des Baldachins (die Befestigung der Flächen am Rumpf) ist ready. Der hintere Teil konnte mangels Rohmaterial noch nicht angefertigt und montiert werden. Materialverfügbarkeit scheidet aber seit gestern als Ausrede aus, weil meterweise 28er Rohr im Wareneingang liegt (oder schreibt man heute "im wahren Eingang", i.S.v. im Weg vor der Treppe).

 


Ohne Moos nix los, ohne Knete keine Fete. Ohne Sprit kein Ritt. Hier entsteht das Urmodell für die GfK-Tanks, die Treibstoff für viele lange Flüge aufnehmen sollen.

Eine geometrisch durchaus aufwendige Gestaltungsaufgabe, schließlich wollen wir nah an die zulässige Spritmenge herankommen und den Tank gleichzeitig auch noch passend haben.
Die Rückseite des Tankmodells bietet Raum für die Seilverspannung der Tragfläche (gut zu sehen im übernächsten Bild), die Basisinstrumentierung für den Mitflieger muss in der I-Tafel und vor dem Tank Platz finden UND der Co soll auch noch Platz für seine Beine haben.

 

Der Meister handgeschnittener Freiformflächen modelliert eine Volumenerweiterung für das Tank-Urmodell.

Gleich wird QS weider zuschlagen und irgendeinen vernichtenden Kommentar einwerfen (die Hand, deren Zeigefinger mahnen wird, kauert schon hungrig auf dem Transformator für den Heizdraht.

Kurze Zeit später glaubt Team A selbst nicht daran, dass das Teil noch zu retten sein wird. Ein bißchen "Geht nicht gibt's nicht" dran und fertig. Das Urmodell reift. 

 



Hier  sitzt das Tank-Urmodell probehalber mal an seinem Platz. Die Aussparungen für die Tragflächenverspannung macht den Tank zu einem selbst für Leid geprüfte GfK-Techniker zu einem anspruchsvollen Teil.

Herzlichen Dank an alle Fans von Alu-Tanks, die kleine Tankwürfel oder -quader aus Leichtmetall besser finden und uns vor Sprit/Harz-Unverträglichkeiten gewarnt haben. Manchmal sind es die einfachen Lösungen, die überzeugen - das stimmt.

Aber mit mehr Tankvolumen durch bessere Raumausnutzung erlangt man halt eine größere Reichweite. Und einfach kann ja auch jeder. 

Verfasst am 04.08.2011 von Peter