Airborne-Modell (26.07.2011)

 

Ein kleines bisschen verrückt ist das schon. Drei Portaner Modellbauer bauen einen "full-size" UL-Doppeldecker, um endlich mal selbst in die Luft zu kommen. Und gut zwei Jahre später erscheint ein Modell dieses Orginals auf dem Markt und soll von denen, die gerade auf Groß umgestiegen sind, auf Herz und Nieren getestet werden. Nun, nahe liegend ist das. 

Das Modell wurde dem Modellbaufachhandel bereits auf der diesjährigen Spielwarenmesse in Nürnberg präsentiert. Ganz so wie sein großer Bruder ist auch das Modell ein wunderschöner Hingucker geworden - beide Maschinen gleichen sich in wesentlichen Details, wie ein Ei dem anderen. Das Modell wird in zwei Versionen verfügbar sein, in den Maßstäben 1:4 und 1:3. Letzteres heißt praktisch, dass drei Modelle nebeneinander gestellt, die gleiche Spannweite haben, wie das Orginal. Gar nicht mal klein.

Als Startplatz musste der Heimatplatz der Airborne 1 herhalten - Porta Westfalica. Am vergangenen Montag herrschten praktisch optimale Bedingungen. Start frei also für Mini-Airborne.

Das Modell ist übrigens mit einem Elektromotor ausgestattet, der von einem leisen Surren abgesehen, fast geräuschlos arbeitet. Erstaunlich, dass ein so mickriges Motörchen den rd. 6,5 kg Flieger so einfach von der Startbahn abheben lässt.

Die technische Ausstattung hat übrigens ein Mitglied des Bückeburger Modellflugvereins FMC Condor übernommen. Natürlich durfte Achim den Erstflug sienes Schützlings nicht verpassen. Gerade noch rechtzeitig, der Motor war schon warm gelaufen, tauchteer auf.

Mit Jörg Wolter am Gasknüppel zog Mini-Airborne seine Bahnen - immer schön nah an den Kameras vorbei. Die übliche Aufregung vor Erstflügen legte sich sehr schnell, denn zickig ist das Airborne-Modell gar nicht.

Einen Modellprototypen ausgiebig zu testen bevor er in Serie produziert wird, findet Wolter richtig und wünscht sich ein weicher abgestimmtes Fahrwerk für das Modell. Die Liste mit Verbesserungsvorschlägen ist zwar kurz, der Hersteller des Modells, die in Modellbaukreisen sehr bekannte Firma Lanitz (Oracover) will sie aber auf jeden Fall für die Serie berücksichtigen. Denn, so Sigfried Lanitz, "Das Modell soll ja nicht nur gut aussehen, sondern auch im Flugbetrieb überzeugen".

Mit dem eingebauten Antrieb lässt sich der Kleine wirklch vorbildgetreu fliegen, meint Wolter. "Mehr Power geht natürlich immer, aber wofür?"

In Bälde geht die Erprobung weiter - außerdem soll's wohl in Kürze etwas Videomaterial vom Erstflug geben...

 
Das Kiebitz-Team-Porta hatte definitiv seine Spaß mit dem ferngesteuerten Kiebitz. Aber, man wird sich wohl doch wieder dem Bau der zwei weiteren Airbornes hingeben, die schon richtig Formen angenommen haben.;-)

Verfasst am 26.07.2011 von Peter